13.04.2014 bis 11.05.2014

Wir entschlossen uns, die Grenze von Belize nach Guatemala an einem Sonntag zu passieren und hofften, dass es etwas ruhiger zu und her geht. Wir waren überrascht, als alle Formalitäten bereits nach rund zwei Stunden erledigt waren.

Früh am Nachmittag waren wir also in Guatemala und erreichten völlig verschwitzt das Grenzdorf wo wir ein feines Hotel entdeckten. Aus dem Innenhof lächelte uns ein schöner Pool entgegen und wir entschlossen uns rasch, hier die erste Nacht im neuen Land zu verbringen.

Die berühmten Maya-Ruinen von Tikal waren unser erstes Ziel in Guatemala. Die Anlage befindet sich im Dschungel und erstreckt sich über eine Fläche von 65 Quadratkilometern. Nur eine verhältnismässig kleine Anzahl an Gebäuden wurde bisher ausgegraben und erforscht. Man schätzt, dass heute immer noch rund 10’000 Bauten irgendwo in den Weiten der Anlage vom Dschungel überwuchert schlummern.

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Es entspricht zwar nicht unserem Naturell, aber wir buchten die Besichtigungstour zum Sonnenaufgang. Um 04:30 standen wir bereit und wurden von unserem Guide durch den Park geführt. Wir erhielten wertvolle Informationen zu den Ruinen und konnten exotische Vögel, unter anderem Papageien und Tukane, beobachten. Kurz vor Sonnenaufgang erklommen wir eine der Pyramiden, um das Hereinbrechen des Tages über den Baumkronen bestaunen zu können. Leider hatten wir Pech, denn es war bewölkt und die Sonne war an diesem Morgen weit und breit nicht zu sehen.

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Zu Ostern wollten wir in der Stadt Antigua sein, deshalb entschlossen wir uns, rasch nach Süden zu fahren. Antigua ist bekannt für seine Osterprozessionen. Wir entflohen der Hitze des Dschungels und kamen schon bald in höher gelegene Regionen. Es wurde angenehm kühl. Die Strasse wurde nun nach den langen und oft eintönigen Strecken durch weite Ebenen wieder interessanter, denn es wurde immer hügeliger und bald reihte sich Kurve an Kurve. Auch die Landschaft schlug uns in den Bann. Die Wälder und Wiesen waren sattgrün, die Erde intensiv braun und die Blumen leuchteten in allen Farben. Auf engem Raum ging es immer wieder rauf und runter, und wir genossen die nun abwechslungsreiche Fahrt.

Pünktlich zum Ostersamstag kamen wir in Antigua, der ehemaligen Hauptstadt Guatemalas, an. Da wir uns für die kommenden zwei Wochen in einer Spanisch-Schule mit dazugehöriger Unterkunft eingeschrieben haben, hatten wir unsere Bleibe rasch gefunden. Am Nachmittag schauten wir uns die Osterprozessionen an. Wir waren fasziniert, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Prozession die tonnenschweren  Holzkästen mit den Skulpturen darauf auf den Schultern durch die Gassen von Antigua trugen. Die Strassen waren dekoriert mit kunstvollen „Alfombras“, liebevoll gestaltete Teppiche aus eingefärbtem Sägemehl, Blumen, geschnitzten Früchten und Gewürzen.

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Die kommenden zwei Wochen widmeten wir unseren Spanisch Kenntnissen. Damit wir für die nächsten Monate unserer Reise in Südamerika gut gerüstet sind, besuchten wir jeweils getrennt voneinander einen Intensivkurs.

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Neben dem Spanischkurs blieb uns auch Zeit, Antigua zu erkunden und den nahegelegenen Vulkan Pacaya zu besteigen. Leider herrschte aber dicker Nebel, so dass wir von den spektakulären Aussichten nichts mitbekamen. Dass wir auf einem Vulkan waren, merkten wir am steilen Anstieg, am erkalteten Lavafeld des letzten Ausbruchs (2010) und an einigen Stellen, wo immer noch heisse Luft aus dem Boden dringt. Durch ein bisschen Graben an diesen Stellen konnte unsere Wanderführerin einige glühende Steine freilegen, an welchen wir Marshmallows brieten.

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In Antigua trafen wir wieder auf unsere altbekannten Reisefreundschaften. Mit Simone und Michi sowie Mario und Steffi verbrachten wir einen lustigen Nachmittag mit anschliessendem guatemaltekischem Grillschmaus.

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Bevor wir Guatemala verliessen wollten wir noch ein weiteres Highlight, den Lago de Atitlan, besichtigen. Der See liegt in einer malerischen Landschaft und ist umgeben von drei Vulkanen. Wir hatten uns hier mit Simone und Michi verabredet und genossen drei entspannte Tage zusammen.

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Wir beschlossen uns, zu viert und im Konvoi durch die nächsten beiden Länder El Salvador und Honduras zu fahren. Nach den ruhigen Tagen am Lago de Atitlan fuhren wir also gemeinsam los in Richtung El Salvador.

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Guatemala: unsere Eindrücke in Kurzform

  • 1’912 gefahrene Kilometer in 28 Tagen
  • Mystische Ruinen von Tikal
  • Farbenfrohe Osterprozessionen in Antigua
  • Spanisch lernen ist gar nicht so einfach!
  • Malerischer Lago de Atitlan

 

Guatemala
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